Drei Hochhäuser in Rio eingestürzt

http://m.spiegel.de/video/video-1174568.html

Habe vor gestern im Hotel um die Ecke übernachtet. Wie kann sowas
passieren? Gott sei Dank waren es Bürogebäude und es passierte in der
Nacht. Nicht auszudenken, wenn es tagsüber passiert wäre.

Brasiliens reichster Mann baut Superhafen

Brasilien ist eine der am schnellsten wachsenden Volkswirtschaften der Welt. Zum Symbol dieses Aufschwungs soll bald der neue Superhafen Acu werden, 200 Kilometer nördlich von Rio de Janeiro. Auf Südamerikas größter Baustelle entsteht neben dem Hafen ein Stahlwerk, eine Werft, zwei Kraftwerke, eine Autofabrik und eine Großstadt. Bauherr ist Investor Eike Batista, Chef des EBX-Konzerns.

Zum Video: http://www.handelsblatt.com/technologie/forschung-medizin/forschung-innovation/brasiliens-reichster-mann-baut-superhafen/4660536.html

"Ansammlung von Slums" - Ärger in Rio über Google Maps

Die berüchtigten Favelas machen knapp vier Prozent des Stadtgebiets von Rio de Janeiro aus. Doch wer sich die Stadt bei Google Maps ansieht, bekommt den Eindruck, dass halb Rio aus Slums besteht. In Rio sieht man das nicht gern.

 

Rio besteht nicht nur aus Favelas, auch wenn es bei Google Maps danach aussieht.

Rio besteht nicht nur aus Favelas, auch wenn es bei Google Maps danach aussieht.

Google hat sich in Brasilien Ärger eingehandelt. Grund ist die Google-Maps-Karte von Rio de Janeiro, bei der insbesondere die Elendsviertel der Stadt ins Auge stechen. Zoomt man nicht weiter in die Karte hinein, sind zahlreiche Favelas ausgezeichnet. Einige Touristenattraktionen sowie normale Stadtviertel sind hingegen ausgelassen worden. Rio wirke wie "eine Ansammlung von Slums", heißt es in der Zeitung "O Globo".

Das Stadtplanungsinstitut Pereira Matos wies in dem Bericht darauf hin, dass die Favelas nur 3,8 Prozent des gesamten Stadtgebiets einnähmen. Der Google-Stadtplan vermittle hingegen einen anderen Eindruck. Selbst die winzigsten Armenviertel seien in der Karte eingezeichnet. Auf jeden, der die Stadt nicht kenne, müsse das abschreckend wirken, zitiert das Blatt einen Einwohner von Humaità, einem Gebiet, das bei Google Maps so wirkt, als bestünde es zum Großteil aus Favelas. Zum Artikel: http://www.n-tv.de/technik/Aerger-in-Rio-ueber-Google-Maps-article3194741.html

Brasilien: Die X-Formel für Reichtum

Multimilliardär Eike Batista, der reichste Mann des Landes, will vor Rio Öl fördern, einen Hafen und eine Stadt bauen. Kritiker halten ihn für größenwahnsinnig, andere für einen Visionär.

Riesiges Industriegebiet inklusive.

Weiter zum Artikel: http://www.spiegel.de/fotostrecke/fotostrecke-66757-4.html

Obama in Brasilien

Darf er einfach so Schönwetter machen? Während in Libyen Raketen einschlagen, tourt Barack Obama durch Brasilien, redet kaum ein Wort vom Krieg. Seine Bürger daheim fühlen sich schlecht informiert über Sinn und Ziel des neuen Einsatzes - die Opposition nutzt das prompt aus.

Es ist Sonntagnachmittag, als Barack Obama im Stadttheater von Rio de Janeiro ans Rednerpult tritt. Im Fernsehen laufen gerade die Bilder von den Bombeneinschlägen in Libyen, aber der US-Präsident erwähnt sie mit keinem Wort.

Morgens ist er an der Copacabana vorbeigefahren, und danach hat er das Elendsviertel Cidade de Deus besucht, die "Stadt Gottes". Seine Frau Michelle war dabei und seine Töchter Sasha und Malia. Sie schauten sich eine Samba-Aufführung an. Obama war zu beobachten, wie er im Takt der Trommeln seinen Kopf bewegte und danach mit Kindern auf der Straße Fußball spielte. Er schien sich ehrlich zu amüsieren und sah gar nicht so aus wie ein Präsident, der gerade einen Militärschlag autorisiert hat.Fünf Tage lang ist Obama in Südamerika unterwegs. Auf einem Kontinent, von dem Präsident Richard Nixon einmal gesagt hatte, die Leute dort interessierten sich kein bisschen für ihn. Zwei Tage lang besucht Obama Brasilien, nun folgen Chile und El Salvador.

"Hallo Rio de Janeiro, hallo, schöne Stadt", ruft er und übt er sich danach gleich mehrmals auf Portugiesisch: Boa tarde, guten Tag.

Er spricht mehr Fremdwörter als üblich auf Auslandsreisen. Er sagt obrigado, danke, und genießt den freundlichen Applaus. Er ist einfach nur ein höflicher, mustergültiger Gast, kein breitbeiniger Kriegspräsident. Zum Artikel: http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,752130,00.html

Wofür braucht Brasilien 4 neue Reaktoren und ein Atom-U-Boot?

Brasilien boomt, bald will das Land auch zur Nuklearmacht aufsteigen. Vier neue Reaktoren sollen gebaut werden - trotz zahlreicher Pannen bei alten Meilern. Auch ein Atom-U-Boot ist geplant.

Die brasilianische Regierung setzt jetzt voll auf die Nuklearenergie. Bislang hat diese nur einen Anteil von drei Prozent an der Stromversorgung. Doch das könnte sich ändern. Das Land will unabhängiger von der Wasserkraft werden - bezieht es doch momentan mehr als 80 Prozent seiner Energie aus dieser Quelle. Außerdem will man in der Welt als Atommacht ein noch größeres Gewicht erlangen.

Unter dem früheren Präsidenten Luiz Inácio da Silva, genannt "Lula", wurde diese Strategie festgezurrt. Vier neue Reaktoren sollen bis 2025 gebaut werden, zwei im Nordosten und zwei im Südosten. Ob es wirklich dazu kommt, ist angesichts der angespannten Haushaltslage aber fraglich.

In jedem Fall wird bereits ein weiterer Reaktor in der "Angra"-Anlage gebaut: Auch er entsteht an der Küstenstrecke zwischen Rio de Janeiro und São Paulo, zum Kühlen wird das Meerwasser benutzt. Nach Rio sind es etwa 200 Kilometer, nach São Paulo 250 Kilometer. Der vorgesehene Evakuationsweg ist die Bundesstraße Rio-Santos, die in der Regenzeit allerdings immer wieder von Erdrutschen verschüttet wird.

...Doch reibungslos funktionieren die alten brasilianischen Meiler eben nicht: Einen Tag vor dem Erdbeben in Japan wurde der Reaktor "Angra 1" wegen Fehlern im Alarmsystem vorsichtshalber für 16 Stunden abgeschaltet....

...Außerdem gibt es in Brasilien bislang kein Endlager für Atommüll, er wird auf dem Betriebsgelände gelagert - so wie im japanischen Katastrophenmeiler Fukushima. Bis die Anlage "Angra 3" in fünf Jahren laufen soll, muss eine dauerhafte Lösung gefunden werden...

...Die Marine entwickelt ein atomgetriebenes U-Boot. Die brasilianische Verfassung verbietet die Nutzung von Atomkraft für militärische Zwecke. Wofür also braucht Brasilien ein Atom-U-Boot? Zum Artikel: http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,750919,00.html